Stephanie Hornung

Ich möchte diese Stelle nutzen um ein paar Worte über meine großartige Lehrerin Stephanie Hornung zu schreiben, deren viel zu früher Tod bei Vielen eine riesige Lücke hinterlassen hat.

Als ich sie kennenlernte war ich an einem Punkt, an dem ich etwas suchte, von dem ich selbst noch nicht genau wusste, was es war.

Ich wollte für mein damals junges Pferd und mich nicht den weit verbreiteten Ausbildungsweg voller „Muss“ und „Darf nicht“ gehen. Ich wollte zu einem tieferen Verständnis mit meinem Pferd gelangen und es in die Lage versetzen, meine Ansprüche überhaupt erfüllen zu können.

Und wie es so ist mit dem Suchen, im richtigen Moment fand ich die richtige Tür. Für mich war Stephanie Hornung der Mensch, der sie öffnete. Sehr weit öffnete. Ich durfte von ihr weit mehr lernen, als „nur“ ihren Weg, mit Pferden zu arbeiten. Die Art, wie sie mit Menschen und Tieren umging, ihre Intuition und Feinfühligkeit und die Großzügigkeit, mit der sie andere an ihrem Wissen teilhaben ließ, haben mich tief beeindruckt und beeinflusst.

Sie hat mir gezeigt, was es heißt, dem Guten Raum zu geben und das Schlechte nicht groß werden zu lassen und welche Kraft und Potential in unseren Ideen liegt. Dabei habe ich nie erlebt, dass sie einem ihrer Schüler ihre Vorstellungen übergestülpt hätte, sie machte einfach allen ein Angebot und lies jedem den Raum, den er brauchte um seinen individuellen Weg zu finden. Stephanie war eine warme, großherzige Frau mit enormem Einfühlungsvermögen, einem riesigen Erfahrungsschatz und mindestens genauso großem Wissensdurst.

Sie hat mich inspiriert, berührt, mich mit fantastischen Menschen zusammengebracht und mir einen Weg gezeigt, der der richtige für mich ist. Dafür bin ich zutiefst dankbar. Sie hat mein Verständnis von Pferdetraining und Reitunterricht maßgeblich geprägt und in meiner Arbeit hoffe ich, etwas von ihren Ideen auf meine Art weitergeben zu können.

Sie fehlt sehr, als Lehrerin und als Freundin.